Agdgomeladze Tamara
Ärztin; Gastronomin; Unternehmerin
Editions
Spitzname: Tako
Dr. Tamara Agdgomeladze wurde in Akhaltsikhe in Süd Georgien geboren und wuchs hier auch auf. Im Alter von 15 Jahren zog sie nach Tbilisi um und begann Medizin zu studieren. Mit 18 Jahren heiratete Frau Agdgomeladze und bekam einen Sohn (Merabi Inasaridze-Agdgomeladze). Während ihres Studiums arbeitete sie bei verschiedenen Optikern und war ehrenamtlich in Kliniken im Bereich der Augenheilkunde tätig. 4 Jahre nach der Hochzeit verstarb ihr Gatte an Krebs, worauf Tamara Agdgomeladze in ein tiefes Loch fiel. Sie verbrachte ganze 2 Jahre entweder zu Hause oder in der Kirche. Sie konnte ihr Medizinstudium zwar abschließen, wollte aber nicht weiter in diesem Segment arbeiten. Ihre Träume änderten sich. Sie wollte ins Kloster gehen, aber vorher entdeckte sie die Liebe zum kochen und begann eine Ausbildung zu machen - hier konnte sie abschalten und musste über nichts nachdenken. Einer ihrer Professorinnen gelang es, Frau Agdgomeladze wieder aufzubauen und ihr Perspektiven aufzuzeigen. Sie begann eine Ausbildung zur Fachärztin der Augenheilkunde, welche sie positiv abschloss. Überdies besuchte sie Vorlesungen für Krankenschwestern zum Thema Ophthalmologie und gründete ein eigenes Optikergeschäft. Sie arbeitete Tag und Nacht wurde für Forschungszwecke von ihrer Klinik 3 Monate nach Wien entsandt. Dies war der Startschuss für den zweiten Teil ihres Lebens. Sie bewarb sich an der Universität Wien für ein Pharmaziestudium und zog 2013 mit ihrem damals 8 Jahre alten Sohn in die österreichische Bundeshauptstadt. Frau Agdgomeladze studierte ein Jahr Deutsch und anschließend 2 Jahre Pharmazie. Mangels ausreichender Deutschkenntnisse und dass sie als alleinerziehende Mutter auch immer mehr arbeiten musste, finalisierte sie dieses jedoch nicht, nostrifizierte allerdings ihre Ausbildung zur Pflegehelferin. Es folgte ein zweijähriges Psychotherapie Studium an der Sigmund Freud Privatuniversität. In diesem Zeitraum versuchte sie vergeblich beruflich Anschluss zu finden. Kliniken als auch Optikerbetriebe erteilten ihr durchwegs Absagen. Sie nahm ihr Schicksal Folge dessen selbst in die Hand und gründete das Georgische Haus in Österreich zur Förderung von Sprache, Kultur und Ausbildung, welches unter anderem eine Sonntagsschule betrieb und zahlreiche positive Akzente setzte. Parallel dazu arbeitete sie in der Wiener Gastronomie in unterschiedlichsten Restaurantbetrieben. Sie begann eine Ausbildung zur Köchin bei Jugend am Werk und währenddessen bekam eine Zusage vom AKH - Anna Spiegel Forschungsgebäude, in welchem sie als Forscherin im Bereich Augenheilkunde aktiv war. 2023 gründete sie gemeinsam mit ihrem heutigen Gatten Walter Csadek ihr eigenes Imbiss-Restaurant Crazy Khinkali in Mariahilf. Hier wird die aus Georgien stammende Spezialität „Khinkali“ angeboten. Ende November 2023 wurde das Lokal auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Hofmühlgasse erweitert. Das Duo hat mit ihren verrückten Teigtaschen-Kreationen das georgische Nationalgericht revolutioniert. Somit gibt es neben dem "Klassik Khinkali" mit Faschierten auch vegetarische oder vegane Alternativen. Auch süße Variationen stehen zur Auswahl. Plan ist es, in nächster Zeit einige weitere Filialen in den Bundesländern zu eröffnen. 2023 erblickte ihr zweiter Sohn (Nikolas Csadek-Agdgomeladze) das Licht der Welt.
Seine Ziele verfolgen, an sich und Gott glauben, auch nach schweren Phasen wieder aufstehen und weitermachen. Man kann alles erreichen, wenn man es wirklich will.
crazykhinkali@gmail.com
Information available only in printed publication available in libraries.
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